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Mir ist egal, welche Kleidung ich trage, und der Haken daran

Wenn es einen besonders häufigen Standardspruch gibt, in Bezug auf Kleidung, dann ist es " mir ist egal, was ich trage". Männer sagen ihn besonders oft, aber auch Frauen.

Manchmal meine ich den Vorwurf herauszuhören, dass jede Beschäftigung mit Kleidung, die länger als 5 Minuten pro Tag dauert,  unnötig ist- und oberflächlich. (Und das bloße Nachdenken und Arbeiten in diesem Feld vermutlich auch- was genau machst Du als Style Coach und Designerin?)

 

 

Innere Werte

Ihr kennt die Menschen sicher, die ein " man soll mich so nehmen, wie ich bin" vor sich hertragen. Es kommt doch auf die inneren Werte an. Geschenkt, darüber sind wir uns sicher einig. Die inneren Werte sind unser Schatz. Die Frage stellt sich nur, wie man diese erkennen kann, wenn man sie nicht sieht. Durch Begegnung, durch Kennenlernen, durch Kommunikation.

 

Wie ihr durch meine Texte mittlerweile wisst, kommt dem nonverbalen( nicht-sprachlichen) im Gespräch der Löwenanteil zu, nicht so sehr, was wir sagen.  Wie wir gekleidet sind, welche Körperhaltung wir haben, unsere Mimik, ob wir gepflegt sind oder nicht, ob wir gut oder schlecht riechen, nett oder unsympathisch sind, was wir tun- all das miteinander verbindet sich zu dem Bild, das sich andere von uns machen. Und das kann weit weniger schmeichelhaft ausfallen, als wir es gerne hätten. Die Krone auf unserem Kopf wird nicht erkannt, eher der nachlässige Look und die abgetretenen Schuhe.

 

 

Nach innen wirken

Diese Bilder von uns prägen sich ein bei unseren Mitmenschen. Und es ist weniger ein " aha, heute trägt sie dies und sie ist so gestimmt", sondern es wird der Gesamteindruck abgespeichert. Und addiert. Und hier kommt noch etwas zum Tragen, dessen sich viele Menschen- so vermute ich- gar nicht bewusst sind.

 

Kleidung wirkt auch nach innen.

Die Art, wie wir Kleidung tragen, welche Kleidung wir tragen,

das Desinteresse wie auch das Interesse zeigen, wie wir uns selbst behandeln.

Was wir uns wert sind.

 

 

Und aus einem "es ist mir egal, was ich trage", erwächst ein "ich nehme mich selbst nicht so wichtig, ich bin die Mühe, die Aufmerksamkeit nicht wert. " Das ist mein Eindruck, der aus Beobachtung, Erlebnissen und Selbstbeobachtung gewachsen ist. Keine wissenschaftlich belegte Tatsache.

 

Welcher Eindruck wird geschaffen? Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass unsere Umgebung es auch so sieht. Wie wir uns selbst behandeln, strahlen wir aus.

Ist es egal, was wir tragen, nehmen uns die Menschen weit weniger wichtig, als wir es verdienen. Es fehlt an Respekt und so manche Grenze wird nicht gewahrt.

 

Dazu passt mein Text  Was Kleider machen Leute mit Dir zu tun hat

 

 

Im Gegenzug dazu wirkt man als Person, die sich gerne im Spiegel zulächelt, sich pflegt, sich  sauberes, gut gepflegtes Gewand anzieht, auch ein wenig stylt, weil es ihr Freude macht, einfach mit sich im Reinen.  Die Menschen sehen und spüren das. Und sie werden von ihr angezogen. Nicht alle, sondern jene, die ähnlich ticken. Menschen, die sich selbst gut behandeln, haben weit bessere Chancen, dass ihre Umgebung es ebenso macht. Ihnen Vertrauen entgegenbringt, ihnen die "besseren" Aufgaben gibt, sie respektiert. Sie müssen sich weit weniger anstrengen, Menschen von ihrem schönen Wesenskern und ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Oder ihre Grenzen zu behaupten. Weil man es schon sieht.

 

 

"Ziehe Dich an, für die Menschen und Chancen, die Du in Dein Leben einladen willst.

Und das schließt auch Dich ein. "

 

 

 

Wie geht es Dir damit? Siehst Du es auch so oder gar nicht?

 

Entspricht Dein Auftritt Dir und dem, was Du haben willst im und vom Leben?

 

Entspricht der Umgang mit Dir auch der Art, wie Du von anderen Menschen behandelt werden willst?

 

Oder lohnt es sich, noch einmal darüber nachzudenken und nachzujustieren?

 

 

Einladung zum Selbstversuch

 

Wie wäre es mit einem Selbstversuch? Probiere für eine gewisse Zeit, sagen wir eine Woche, mehr mit Dir zu machen als üblich. Jeden Tag etwas Nettes zum eigenen Spiegelbild sagen.

Mit Freuden die Körperbutter nach dem Bad verwenden anstatt sie nur im Regal stehen zu haben. Die Haare hübsch frisieren.  Schöner anziehen als üblich, Kleidung bewusster zusammenstellen, dazu glänzend geputzte Schuhe.  Mehr Bewegung in der frischen Luft, gutes Essen, nette Gespräche. Und und und.

 

Mich würde interessieren, was passiert. Ich freue mich über Deine Nachricht!

Entweder über office(at)fraujonason.com oder folge mir auf Facebook, wo ich den Text verlinke.

 

Alles Gute wünscht Dir Frau Jona&Son

 

BIldcredit: Unsplash, Florencia Potter