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Größe 42+......Modeleben vorbei? Was mir geholfen hat, den Spieß umzudrehen

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Bist Du 42+? Dann wirst Du die Fülle an Zuschreibungen kennen, die über kurvige Frauen kursieren.

Über die Hoffnung auf bessere und schlankere Zeiten, damit man wieder dazugehört. Über die Hoffnungslosigkeit, wenn Du keine Diät durchhältst . Wenn Du wieder einmal im Geschäft stehst und feststellen musst, dass die Größe 42 eigentlich eine Größe 40 ist,  XL eine L und Du wieder nicht hineinpasst. Und  gesenkten Kopfes zu den Oversize Modellen gehst, weil doch dann hoffentlich etwas dabei ist.

 

"Ab Größe 42 hört das Modeleben auf.

Ab diesem Zeitpunkt kann man nur verlieren, weil das Kaschieren von

Problemzonen wichtiger ist als das Sich- Inszenieren und die Freude an der Mode. GLAUBEN VIELE. Du auch?"

 

Ich war immer eine 38, eine Größe M von 1,71m. Und ich kam mir immer dick vor. Schön zwar schon irgendwie, aber dick auch. Die schlimmste Zeit war im Lauf der ersten Mama-Phase, denn dann ging das Gewicht nicht mehr weg. 10 Kilo mehr und Größe 42. Das Ende der Mode war gekommen. Und das mir als Designerin, die früher ihre Modelle selbst an sich abgesteckt und fotografiert hat. Jetzt kaschierte ich,  so gut es ging, bedeckte mich, so gut es ging und hoffte darauf, wieder so schlank zu sein wie vorher, denn ERST DANN KÖNNTE ICH MEIN MODELEBEN wieder aufnehmen. Aber diese Kehrtwende trat nie ein.

Unbearbeitete Fotos von mir. Nicht übel, was? :-)

 

Mehr Kilo, weniger Selbstbewusstsein, weniger Aufmerksamkeit

 

Es wurde noch schlimmer. Die Phase meiner Buchschreibens an ReDESIGN- von 2013 bis 2015 war sehr intensiv. Diverse Abend-und Nachteinheiten haben die nächsten 5 Kilo gebracht....und die bange Frage machte sich bemerkbar, wie ich denn in diesem Zustand mein Buch präsentieren sollte, so ganz ohne erfolgreich schlankes Aussehen? Eine Expertin, die zwar ein tolles Buch schreibt aber ihr Leben offensichtlich nicht im Griff hat. Das Resultat war vorauszusehen: ich habe viel zu wenige Präsentationen gemacht und bei jedem öffentlichen Auftritt großes Bauchweh gehabt vor den Fotos, die danach von mir gemacht würden. Ich wollte unsichtbar sein und ich fürchte, so unsicher kam ich auch herüber.

 

 

"Aber dann ist etwas passiert, das  mich wieder rausgebracht hat aus dem

schwarzen Loch. Ich habe den Spieß umgedreht und mir Hilfe gesucht."

 

 

MEINE STRATEGIEN ZUM ERFOLG

Ich beauftragte mich selbst als Style Coach. Und ich machte eine Weiterbildung für meine Unternehmensgründung . Und etwas Besseres hätte mir nicht passieren können.

 

1. Die richtige Kleidung wählen für den Erfolg

Ich wurde meine erste und wichtigste Klientin. Das war der Knackpunkt überhaupt. Wieviel Sicherheit und Stärke einem die Kleidung gibt, die JETZT perfekt passt, die die Kurven in Szene setzt, ohne die Person zu entblößen. Die richtigen Materialien, die besten Farben, Formen und Muster. Ja, ich habe mit mir als Versuchsperson viel gelernt. Und ich weiß jetzt umso mehr, was es heißt, sich so sicher in seiner Kleidung zu fühlen, dass man sich 100%ig auf seinen Job konzentrieren kann und nicht auf seine Erscheinung konzentrieren muss.

 

 

2.  Aus der Komfortzone heraustreten, sich sichtbar machen, macht mutig.

Ich habe während der Weiterbildung immer wieder aus meiner Komfortzone heraustreten müssen, mich vor anderen präsentieren, für mich und mein Unternehmen einstehen(warum mache ich das überhaupt???) und die Leute haben es toll gefunden. Und sie haben gemeint, dass ICH MICH viel mehr zeigen soll, mit Fotos, Videos, auf Instagram, einfach weil ich so etwas Tolles anbiete und eh gut aussehe....und ich habe geschwitzt bei dem Gedanken. Vorne stehen im Rampenlicht, auf der Website, mich und meine füllige Figur zu zeigen, mich in Szene zu setzen. Ausgerechnet ich, jetzt und hier. Darf ein super Style Coach auch kurvig sein?  UNBEDINGT :-)

 

 

 

3. Lernen von anderen Plus Size Frauen

Zu Beginn als Recherche für meine Style Coaching Arbeit und am Ende immer mehr auch für mich selbst- suchte und fand ich echte Plus Size Bloggerinnen, kurvige Sportlerinnen und "größere" Models so ab Größe 42,  nur um zu entdecken, mit wieviel Selbstbewusstsein diese ihren Körper zeigten! Und wie schön es ist, wenn Frauen sich sichtbar machen anstatt sich zu verstecken in ihrer Kleidung. Sieh Dir den Blog Fat Girl Running an, es gibt Plus Size Yogafrauen  auf Youtube und Plus Size Stylebloggerinnen.  Hier eine Liste.

 

 

"Sie zeigen, dass es nicht in der Natur einer kurvigen Frau liegt,

sich ab 42+ auf die modische Pension vorzubereiten und in der Versenkung zu verschwinden, sondern weiterhin Teil einer selbstbewussten Modewelt zu sein!

Kurvig zu sein bedeutet nicht schlapp und kraftlos!"

 

 

4. Erfolgspunkt: Sich Selbst Fotografieren

Die Anweisungen von den Marketingseminaren im Ohr habe ich mich getraut: ich habe mir ein gutes gebrauchtes Samsung S6 gekauft und mich auf Instagram angemeldet, das richtige Foto- Equipment besorgt und jetzt fotografiere ich mich selber und verwende die Bilder für meine Arbeit. Und siehe da, es gibt sehr viele Bilder, auf denen ich echt gut aussehe.  Auch ohne riesengroße Retusche. Und nicht nur das Gesicht, ich rede von meinem ganzen Körper! Und mit einem Mal ist der ewig bohrende Schmerz wegen der zu vielen Kilos schwächer geworden. Ich mache weiterhin meine 5 Kilometer am Tag, meine regelmäßigen Liegestütze, gehe seit Jänner mutig ins Fitnesstraining als Rundeste unter lauter Schlanken und schaffe 90 % des Pensums. Ich bin eine kurvige  Frau mit einem Muskeltonus, Kraft und einer gesunden Hautfarbe. Und ich komme mir genauso rund vor wie mit 15 Kilo weniger. Wächst die Sebstliebe und das Selbstbewusstsein mit dem Älterwerden ? Oder habe ich mich selbst so gut beraten?

 

 

5. Meine Erkenntnis: Es gibt nichts Besseres, als sich JETZT zu akzeptieren

Und ich weiß jetzt umso besser, wie sehr die richtige Kleidung das Selbstbild pushen kann.

Hat man Spaß an Kleidung und an sich selbst, dann entsteht der Mut, der nötig ist, um nicht nur Problemzonen zu kaschieren und deswegen vorteilhaft auszusehen. Nein, dann wächst der Mut, um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen und dreidimensional im Raum zu bewegen! Dann drückt man sich nicht mehr herum und versucht, möglichst flach auszusehen, sondern man nimmt sich den Raum, den man braucht. Die Welt braucht die starken Frauen, die sich nicht mehr länger verstecken wollen. Auch um anderen Menschen Mutz zu machen oder einfach Inspiration zu sein.

 

 

Die Freude an sich selbst ist  die  stärkste Waffe

gegen Selbsthass, Verstecken und Problemzonen.

 Und das schaffen oft nicht einmal die schlanken 36+ 

Dann schlägt man sie alle. Wenn man es denn nötig hat.

 

Be inspired.

 

Wie geht es Dir mit dem Thema? In welchem Stadium steckst Du? Noch am Beginn, schon längst selbstbewußt oder mittendrin? Erzähle mir davon und wenn Du tolle Blogs kennst, dann nenne sie mir! Magst Du auch an diesen Punkt gelangen? Dann lese hier weiter.