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Klar gestylt für einen klaren Kopf

Passend zum Montag gehe ich auf einen wesentlichen Aspekt im Styling ein, den ich nicht oft genug bewerben kann. Es geht um Klarheit im Styling und wozu man diese braucht. Fangen wir an.

 

Es gibt in der Stilberatung den Begriff der Dezenz, der eine begrenzte Zahl an Details in einem Outfit steht. Alles, was darunter liegt, gilt als zu karg, alles, was darüber hinausgeht, ist zuviel. Warum ist es eigentlich wichtig, darüber zu reden, wieviele Details und Stilelemente genug sind?

 

Je mehr Stilelemente Du an Dir hast, desto mehr Konkurrenz bekommt Deine Persönlichkeit.

 

Je klarer Farbe, Form und Stil, desto klarer wirkt die Person, die sie trägt. Man sieht der Person ins Gesicht und bleibt nicht vorher an allen Stilelementen hängen. Stilelemente sind: Schmuck, Haarfarbe, Locken, Farben, Muster, Schals, Brillen, Accessoires, etc.

 

Steht man auf der Bühne und die wilden Locken springen hin und her, der Rocksaum tänzelt um die Beine und das Muster ruft nach Aufmerksamkeit, wird es vermutlich schwerer haben, das Gesagte in den Köpfen des Publikums zu verankern als die Frau im schlichten Ensemble, der die Menschen zuhören und ins Gesicht sehen. Das, was hier mit einer Bühnensituation beschrieben ist, gilt natürlich auch für den täglichen Auftritt. Zuviel Stilelemente  sind interessant als Konzept- ich mache das auch sehr gerne- aber nicht als grundsätzlichen Tageslook für jede Gelegenheit.

 

Je mehr Stilelemente, desto unklarer wird der Ausdruck.

 

 

Gut gestylt: Konzentration auf maximal 3 Farben
Gut gestylt: Konzentration auf maximal 3 Farben

Bildcredit: alle Bilder auf  Pinterest gefunden.

von links: Kristina Hendricks einmal dekoriert, einmal klar. Pamela Anderson, einmal überdrüber, einmal ganz Dame.

Wenn Du in Deinem Job kompetent und konzentriert wirken willst, dann beziehe auch deinen äußeren Eindruck in die Überlegung ein. Unterstreicht dieser das, was Du sagen willst?

 

 

Das Outfit und alle Stilelemente haben auch Einfluss auf den

eigenen Spielraum und inneren Fokus.

 

 

Ich sehe es an meiner Arbeit, an dem, was ich trage, wenn ich Designs vorbereite, Stoffe bemale oder als Style Coach bei Kundinnen bin. Meine Kleidung bietet immer genug Bewegungsfreiheit und ist gleichzeitig immer zurückgenommen, was Formen und Details betrifft.  Oft sogar völlig schmucklos. Aber nie langweilig oder blass. Warum tragen DesignerInnen und ArchitektInnen am liebsten Schwarz oder sehr zurückgenommene Kleidung? Weil sie den Fokus brauchen und volle Konzentration auf ihre Gestaltung.

 

 

Klarheit bedeutet nicht langweilig!

 

 

credit: Pinterest, gofeminin, Frau Jona&Son,  rstyleme.

 

Man kann auch von Kopf bis Fuß in Rottönen gekleidet sein und klar wirken. Man braucht aber nicht gleichzeitig dazu 5 Schmuckstücke, eine Lockenmähne und eine bunte Brille. Ein klarer Stil bringt die Persönlichkeit in den Vordergrund und lenkt nicht ab. Das muß man natürlich aushalten können.

Und es wird nicht wenige geben, die meinen, dass sie ohne die Details viel zu unscheinbar und unbedeutend aussehen. Das stimmt nicht!

 

Es bedarf einiger Stil-Kniffe und Stylewissen,

doch der Gewinn ist eine prägnante Persönlichkeit

mit Präsenz, ganz ohne Zirkusspektakel.

 

 

Mehr Fokus:

  1. Klare Kleiderformen statt wehender oder tanzender Stoffkreationen
  2. Einfarbig statt Muster
  3. 1 - 2 Schmuckstücke statt das ganze Set
  4. Glatte Haare oder kontrollierte Locken statt wehender Haare, undefinierbarem Haarschnitt
  5. Farben bewußt kombiniert, nicht mehr als 3 in einem Outfit.
  6. Klare Styles wirken hochwertiger als überladene Outfits.
  7. Farbkonzept von Kopf bis Fuß
  8. Natürliches Make-up
  9. Viel Freude mit deinem klaren Ich!